Ergebnisse der Studie
Ziel dieser Studie war es zu untersuchen, wie das Engagement in einer studentischen Unternehmensberatung von deutschen Personalentscheidern bewertet wird.
Bereits seit langem wird im BDSU Alumni e.V. diskutiert, ob das Engagement in der Studentischen Unternehmensberatung (SUB) wirklich einen Vorteil für die Karriere von Absolventen und Young Professionals bedeutet. Die Untersuchung dieser Fragestellung lässt sich dabei vor allem in die Perspektive der Unternehmen so wie in die Perspektive der „Ehemaligen“ aufteilen. Die meisten Alumni haben nach eigenem Empfinden stark von den Erfahrungen im Rahmen ihres Engagements in der SUB profitiert und sehen dieses eindeutig als entscheidenden Erfolgsfaktor in ihrem Werdegang. Absolventen in der Phase des Berufseinstiegs und Personalentscheider in den Reihen der Alumni konnten diesen Eindruck jedoch nicht uneingeschränkt teilen. Nach ihren Erfahrungen war das Engagement in der SUB kein maßgebliches Kriterium bei der Bewertung von Bewerbern. Vor diesem Hintergrund wurde 2010 die Studie „Vorsprung durch Engagement?“ vom BDSU Alumni e.V. mit besonderer Unterstützung von Campus Consult Paderborn durchgeführt. Dabei wurde vorerst die Perspektive der Unternehmen untersucht.
Die Studie untersucht die aktuelle Wahrnehmung des Engagements in der SUB durch deutsche Personalentscheider und überprüfte vier Thesen.
Die Studie überprüfte die folgenden vier Thesen: 1. Das Konzept der SUB ist vielen Unternehmen bekannt. 2. Die Unternehmen stufen das Engagement in einer SUB ebenso hoch ein wie ein Praktikum. 3. Studentische Unternehmensberatungen fördern in den Augen der Unternehmen bereits frühzeitig wichtige Schlüsselqualifikationen bei den Studenten. 4. Das Engagement in einer SUB wird in einer Bewerbung als Zusatzqualifikation anerkannt.
Der Fragebogen erfasste zunächst den allgemeinen Bekanntheitsgrad der SUB und die grundsätzliche Einschätzung der Bedeutung eines solchen außeruniversitären Engagements für berufliche Perspektiven. Darüber hinaus wurde die Relevanz konkreter Einstellungskriterien für Hochschulabsolventen und Young Professionals erfragt und untersucht, inwieweit das Engagement in der SUB – insbesondere im Vergleich zu Praktika – diese Kriterien fördert. Nach intensiven Vorbereitungen des Projektteams im Juli und August wurde im September und Oktober 2010 die Studie durchgeführt. Knapp 130 Personalentscheider aus den Deutschen Top 100 Unternehmen und den „Fair Company“-Firmen in Deutschland haben an der Online-Befragung teilgenommen. Ergänzend wurden vier Experteninterviews mit Personalentscheidern geführt.
Die vier Thesen wurden durch die Ergebnisse der Studie grundsätzlich bestätigt.
So kannten 81 % der Befragten das Konzept der SUB, 56 % der Teilnehmer bewerten das Konzept der SUB als sehr gut. Drei der fünf wichtigsten Fähigkeiten für die Einstellung werden nach der Einschätzung der Personalentscheider durch das Engagement in der SUB gefördert, 81 % der Befragten bewerten das Engagement in der SUB als Zusatzqualifikation, die eine Personalentscheidung positiv beeinflusst. 72 % der Studienteilnehmer bewerten die Erfahrungen in der SUB als mindestens gleichwertig oder besser als ein Praktikum. Allerdings wird das Kriterium „Projektengagement in einer SUB“ bei einer Einstellung insgesamt mit am wenigsten relevant eingestuft – weit abgeschlagen hinter Praktikum und Berufserfahrung. Auf Grundlage der bisherigen Daten lässt sich daher der Schluss ziehen das ein Engagement in einer SUB einen Bewerber nicht zum High Potential macht oder seine Defizite bei anderen Einstellungsaspekten kompensiert. Ein Absolvent oder Young Professional muss vielmehr die allgemeinen Einstellungskriterien der Personalentscheider bereits erfüllen, um vom Engagement in der SUB als Zusatzqualifikation zu profitieren. Ein studentischer Berater kann nach aktuellem Stand nur unter diesen Voraussetzungen einen effektiven Vorsprung realisieren. Der persönliche Vorteil im Hinblick auf erste Berufs- und Führungserfahrung sowie soziale Kompetenzen ist dennoch unbestritten.
Campus Consult ist eine der größten und erfolgreichsten deutschen Unternehmensberatungen mit studentischem Hintergrund. In unseren Kompetenzbereichen Organisations- und IT-Beratung bieten wir Dienstleistungen in Form von vollständig konzipierten und realisierten Beratungsprojekten oder Unterstützung bei der Planung und Durchführung eigener Projekte an.
Seit nunmehr 17 Jahren beraten motivierte Studierende und Absolventen aus den Reihen von Campus Consult Unternehmen aus ganz Deutschland. Für die Mitarbeiter bedeutet dies die einmalige Gelegenheit das theoretische Wissen in die Praxis umzusetzen, während Unternehmen vom aktuellen Hochschulwissen und einem ausgezeichneten Preis-Leistungsverhältnis profitieren. Dass dieses Konzept funktioniert zeigt der Blick in die Vergangenheit: Im Jahre 1993 gründeten zwölf Studenten den Verein, der damals die erste studentische Unternehmensberatung in Ostwestfalen war und nur ein Postfach an der Universität Paderborn hatte. Bereits ein Jahr später erfüllte der Campus Consult e.V. die strengen Qualitätsrichtlinien des nationalen Bundesverbandes deutscher Studentischer Unternehmensberatungen (BDSU e.V.) und wurde Mitglied. Innerhalb von nur drei Jahren entwickelte sich der Verein zu einer der führenden studentischen Beratungen in Deutschland und konnte alle Qualitätsrichtlinien des Verbandes, auch im Sinne seiner Kunden, seit Beginn der Mitgliedschaft immer ohne Beanstandungen erfüllen. Den nächsten Meilenstein legten die Studenten 1997 mit der Gründung einer GmbH. Ein Mammutprojekt - die Schulung von 15.000 Mitarbeitern an 500 Standorten der Deutsche Bank AG - hatte diesen außergewöhnlichen Schritt notwendig gemacht. Anders als ursprünglich geplant blieb die GmbH nach Projektende bestehen und ist heute integraler Bestandteil von Campus Consult. Neben weiteren ausschlaggebenden Ereignissen, z.B. die im Jahr 2000 aufgenommene Partnerschaft mit Microsoft, zeugten vor allem die Umzüge in größere Büroräume vom stetigen Wachstum. Im Jahr 2007 bezog Campus Consult zum dritten Mal innerhalb von zehn Jahren größere Räumlichkeiten. Das Büro im Technologiepark 13 bietet mit 320 m² Bürofläche den aktiven Mitarbeitern genügend Raum – vorerst. Denn von den anfänglichen zwölf Studenten im Jahr 1993 entfernt man sich immer weiter: 2009 leisteten etwa 105 Mitarbeiter über 3.100 Beratertage in mehr als 90 Projekten.